


| Wu Xing Das Prinzip der fünf Wandlungsphasen ist eine wesentliche Grundlage für das Verständnis von Feng Shui und Astrologie. Wu Xing sind: "Die fünf verschiedenen Arten von Qi, die zu verschiedenen Zeiten dominieren." Die geläufige Übersetzung "fünf Elemente" ist irreführend, da Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser nicht die konkrete, materielle Substanz bezeichnen, sondern symbolisch für immer wiederkehrende energetische Zustände stehen. Es geht um die abstrakte Idee, das Konzept, die Kraft dahinter und die Qualitäten die beispielsweise das wachsende, flexible Holz im Frühjahr hat: die kraftvolle Bewegung nach oben, die Verbindung von Himmel und Erde durch tiefe Wurzeln und raumgreifende Äste. Sprechen wir von fünf Wandlungsphasen oder fünf Phasen ergibt sich eine genauere Vorstellung von der Dynamik dieses Modells. Die Zuordnung zu den einzelnen Phasen wurde über die Jahrtausende immer wieder verändert und verifiziert bis sich ein einigermaßen einheitliches Schema der Entsprechungen gefunden hat: von den Himmelsrichtungen, Jahres- und Tageszeiten, klimatischen Faktoren über die Tier- und Planzenwelt, Formen, Farben, Organe, Sinne, Emotionen bis zu den Gerüchen, Geschmäckern und geistigen Fähigkeiten, den Zahlen und Trigrammen. Ein ausgeklügeltes Gleichgewichtssystem Die zyklische, genau festgelegte logische Reihenfolge der Phasen ist ein exaktes Bild für alle natürlichen Abläufe im menschlichen Körper, im zwischenmenschlichen Bereich, in der Natur. Die Zyklen verdeutlichen die vorhersehbaren Gesetzmäßigkeiten, die Interaktionen und Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Phasen. Alle Prozesse sind wesentlich für Struktur und Balance des Ganzen. Sheng-Zyklus - das Mutter-Kind Prinzip Sheng bedeutet Geburt, Leben. Die Mutter bring das Kind hervor, nährt es und gibt ihm Kraft. Daher spricht man auch vom Nährungs-Zyklus (2). Er beschreibt den Übergang, die Transformation von einer Phase in die darauffolgende. Beispiel Wasser > Holz: die Natur braucht im Frühling viel Wasser, damit die Samen aufgehen und die Pflanzen wachsen können. Ke-Zyklus - das Großmutter-Enkelkind Prinzip Im Kontroll-Zyklus (3) reguliert die Großmutter das Enkelkind. Vom Zyklus der Zerstörung zu sprechen wäre verkehrt: Qi kann nicht zerstört werden, es wandelt sich nur und ändert seine Erscheinung. Kontrolle bedeutet immer einen Konflikt zwischen sich bekämpfendem Qi. Wenn das Wachstum einer Phase nicht begrenzt oder zu stark dominiert wird, entsteht schnell ein Ungleichgewicht: z.B. Chaos, Krieg oder Krankheit. Wohl dosierte Kontrolle kann die natürliche Balance bewahren. Erschöpfungszyklus Liest man den Sheng-Zyklus (2) gegen den Uhrzeigersinn, läßt sich eine weitere Beziehung erkennen: das Erzeugen und Nähren des Kind kostet die Mutter Kraft, es schwächt sie. Dadurch fehlt ihr die Energie, ihr Enkelkind zu kontrollieren. Diese Tatsache nutzt das Feng Shui, um negatives Qi zu reduzieren oder den Kontrollzyklus zu harmonisieren. Das fehlende Element "dazwischen" bildet eine Brücke, die die ursprünglich harmonische Reihenfolge wieder herstellt. |